Dies ist der Start zu einer kleinen Reihe zum Thema Kompost

Für viele Menschen gehört der Kompost nicht zu den beliebtesten Bereichen im Garten. Dies ist für mich unverständlich, aber leider nicht verwunderlich, wenn ich sehe wie wenig sich manche Leute mit ihren Hinterlassenschaften beschäftigen möchten.

Es mag sich zuerst vielleicht simpel anhören, Küchenabfälle wieder in Erde umzuwandeln, aber das ist längst nicht alles.

In der Permakultur ist der Kompost ein zentraler Bestandteil eines Gartens, da er einen Kreislauf zu schliessen vermag. Richtig gepflegt liefert er die Nährstoffe, die wir brauchen, um dauerhaft unsere Pflanzen wachsen zu lassen. Und dazu benötigt er nur genügend Nahrung in Form von Küchen- und Gartenabfällen.

Wenn wir lernen wollen, mit statt gegen die Natur zu leben, müssen wir wieder Lernen in Kreisläufen zu denken. Unser intensiver Gemüseanbau im Garten entzieht dem Boden viele Nährstoffe, welche durch die Pflanzen verarbeitet und am Ende auf unseren Tellern landen. Das in sich ist schon ein kleines Wunder. Das mindeste, was wir dem Boden zurückgeben können sind nicht verwendete Reste. Dafür können wir auf den Düngereintrag von aussen verzichten, insbesondere auf synthetische Düngemittel welche aus Erdöl hergestellt werden. Wir bauen unsere eigene mikrobiologische Bodenkultur auf und lernen vieles über den Boden, die Pflanzen und uns selbst.

Der Prozess, bei dem aus organischer Materie fruchtbarer Boden wird, bezeichnen wir als Kompostierung. Meinen tun wir aber damit meist nur die bewusste Kompostierung, also der Komposthaufen oder -behälter im Garten.

Dabei geschieht die Kompostierung in der Natur andauernd. Jedes abgerissene oder abgestorbene Pflänzchen und jedes gestorbene Lebewesen wird sofort ab dem Zeitpunkt seines Lebens von unzähligen Mikroorganismen zersetzt. Je grösser und gröber das Material, kommen natürlich noch grössere Lebewesen dazu, welche beim Umwandlungsprozess mithelfen.

Während der Lebens- und Wachstumsphase werden von Lebewesen verschiedene Stoffe aufgenommen, aufgespaltet und als Bau- oder Energiematerial verwendet. Mit der Zersetzung der Hinterlassenschaften werden die verbleibenden Stoffe wieder umgewandelt und stehen dann neuen Lebewesen wieder zur Verfügung. Dieser Kreis steht im Zentrum unseres Lebens auf diesem Planeten.

In unserem Kompost versuchen wir genau diesen Prozess gezielt anzuwenden, um innerhalb nützlicher Frist die Nährstoffe wieder verwenden zu können.

Für einen erfolgreichen Kompostiervorgang brauchen wir folgende Dinge:

Diese Hauptfaktoren bestimmen, wie unser Kompost funktioniert.

Im nächsten Beitrag werde ich auf diese Faktoren gezielt eingehen.