In den letzten zwei Beiträgen in dieser Beitragsreihe zum Thema Kompost bin ich auf das organische Material und Wasser eingegangen.

Um einen neuen Kompost anzulegen, muss man sich verschiedene Gedanken zum Ort machen. Meistens platziert man den Kompost nur einmal, daher lohnt es sich, hier etwas Zeit zu investieren.

Standort

Es gibt verschiedene Faktoren für den Standort eines Komposts zu berücksichtigen.

Ein Kompost sollte nicht komplett in der Sonne platziert werden. Dadurch trocknet er zu stark aus und muss gewässert werden. Halbschatten oder Schatten ist ideal.

Weiters sollte auch der Regen beachtet werden. Es ist zwar möglich unter einem Dach zu kompostieren, aber auch hier gilt das gleiche wie bei zuviel Sonne; er muss künstlich feucht gehalten werden. Wird der Kompost unter einer dichten Baumkrone platziert, kann dies auch der Fall sein.

Der Kompost sollte wenn irgendwie möglich direkt auf der Erde stehen. Die Würmer im Kompost müssen sich in der Erde vekriechen können, wenn das Milieu im Kompost nicht mehr ideal ist.

Der für mich wichtigste Punkt ist aber die Lage in Relation zum Haus und der Wege. Der Kompost ist der Ort im Garten, der am regelmässigsten aufgesucht wird.

Dieser Weg, den wir dabei zurücklegen dürfen wir ruhig auch als Ressource betrachten. Wir können uns also ganz im Sinne der Permakultur überlegen, welche Zusatznutzen wir von dieser Ressource haben können.

Rüstabfälle fallen ja meist um die Essenszeit herum an. Also können wir uns überlegen, ob es sich lohnt entlang des Weges zum Kompost Dinge zu pflanzen, welche wir regelmässig zum Essen brauchen können.

Wie wäre es denn, wenn am Weg direkt Kräuter wachsen würden, welche wir zum Kochen brauchen können? Oder wenn einzelne Salate direkt geerntet werden könnten. Damit hätte der Weg zum Kompost direkt einen Zusatznutzen.

Oder ein Beet das intensive Pflege bedarf, auf dem Weg kann in 5 Minuten kurz gejätet und gepflegt werden.

Je nach Art des Komposts können wir uns auch über den Geruch Gedanken machen, es kommt oft vor, dass bei einem Kompost unangenehme Gerüche entstehen und die möchten wir wahrscheinlich nicht riechen wenn wir draussen im Garten sitzen.

Und als letzer Faktor kommt der Platzbedarf dazu.

Platzbedarf

Entscheidend hier ist vorallem die Art des Komposts, den wir möchten.

Für fixe Komposter ist der Platzbedarf klein, allerdings sollte immer Platz für Kompostmaterial und fürs Umgraben bestehen.

Für eine Kompostmiete braucht es mehr Platz, aber auch entsprechend mehr Material, dies bietet sich also nur an wenn man eine genug grosse Fläche bewirtschaftet.

Früher habe ich auf unserem Grundstück eine Kompostmiete von ca. 1m Tiefe und 1.5m Länge pro Jahr gemacht. Das Jahr darauf habe ich einfach eine neue Miete angehängt. Im dritten Jahr habe ich die dritte Miete angefangen und die erste als fertige Komposterde nutzen können.