In untenstehendem Artikel wird beschrieben, wie der Plan des Indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi umgesetzt wird.

https://www.gatesnotes.com/Development/Indias-War-on-Human-Waste

Vor drei Jahren hat dieser in seiner ersten Rede das Problem der ungenügenden sanitären Einrichtungen in Indien thematisiert.

Dieser Schritt an sich ist für ein Politiker schon etwas grosses, besser ist es noch wenn darauf auch Taten folgen.

Und Taten folgten auch wirklich; zwei Monate nach seiner Rede gründete er eine Kampagne (Clean india / Swachh Bharat) die sich diesem Problem widmet und etwas macht.

Gemäss dem Artikel wurden bereits 75 Millionen Toiletten installiert.

Unter folgender URL findet sich ein Dashboard mit detaillierten Informationen zur Umsetzung des Plans.

http://sbm.gov.in/sbmdashboard/Default.aspx

Gemäss diesen Daten wurden bereits 39 Millionen Toiletten installiert.

Natürlich geht es nicht nur darum, einfach Toiletten zu installieren. Vielmehr geht es um die Aufklärung der Probleme, Hygieneregeln, Gesundheit und alles was damit zusammenhängt. Anscheinend ist ein grosses Problem dabei, die Menschen dazu zu bringen, die Toiletten überhaupt zu nutzen.

Der ursprüngliche Titel dieses Artikels, respektive der Originaltitel von Bill Gates' Blog lautet "Indien gewinnt den Kampf gegen menschlichen Abfall".

Wobei für Abfall das englische Wort "waste" verwendet wurde. Übersetzt soviel wie überflüssig, unnütz, wertlos.

Der Autor bezieht sich natürlich auf menschliche Fäkalien, aber genau in solchen Aussagen wird ersichtlich, woher dieses Problem in erster Linie stammt: Unser Umgang mit unseren Ausscheidungen.

Diese werden als Abfall, überflüssig oder wertlos bezeichnet und auch entsprechend behandelt.

Natürlich gibt es auch gewisse Gründe einen gesunden Abstand dazu hinzunehmen, aber wir sollten auch den Wert, das Potential dieses Stoffes anerkennen.

Im Artikel wird auch darauf eingegangen, dass es nicht überall möglich ist, Kanalisationsrohre zu verlegen um die Fäkalien in eine Kläranlage zu transportieren. Stattdessen wird erwähnt, dass Indische Forscher eine "Vielzahl neuer Werkzeuge" ausprobiert, um die Fäkalien vor Ort zu klären.

Diese Technologien besitzen wir schon längst. Wir müssen da nicht mehr viel neues ausprobieren.

Die Permakulturbewegung hat sich dem Problem schon länger angenommen und es gibt weltweit unzählige funktionierende Lösungen in allen Dimensionen für dieses Problem.

Dennoch finde ich dies grossartige Neuigkeiten, denn nur wenn wir auch etwas tun, ändern wir unsere Umwelt.