Die Inspiration zu diesem Thema ist mir heute gekommen, als ich den Plastikmüll zur Entsorgungs-/Recyclingsstelle gebracht habe. Ich habe mich etwas geschämt mit meinem Riesensack voller Plastikverpackungen.

Zero Waste is a philosophy that encourages the redesign of resource life cycles so that all products are reused.

Dieses Zitat habe ich von der Wikipedia-Seite kopiert. Um es auf Deutsch zu sagen; Zero Waste ist eine Philosophie, welche zur Umgestaltung der Lebenszyklen von Ressourcen ermutigt, sodass alle Produkte wiederverwendet werden.

Das ist eine Aussage, die sich vollkommen mit den Permakultur-Grundsätzen und Prinzipien überschneidet. Respektive Zero Waste ist schon immer ein Teil von Permakultur, hat aber aktuell eigenständig Karriere gemacht.

Doch meiner Meinung nach ist es wichtig, dass wir unseren Blick nicht nur auf die Produkte und Ressourcen werfen, sondern auch darüber hinaus. Was ich nämlich bei vielen Menschen die sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben schon beobachten durfte, war, die Entwicklung einer anderen Haltung gegenüber Themen wie Konsum, Besitz und Werte.

Wenn wir uns für die Idee begeistern können, weniger Abfall zu produzieren, setzen wir uns unweigerlich intensiv mit dem eigenen Verhalten auseinander. Wir machen das, was wir in der Permakultur eine Input-Output-Analyse nennen.

Was brauche ich? Was hole ich von draussen und was gebe ich raus. Was bedeutet mir dieses oder jenes? Von wo kommen meine Produkte, wo gehen sie hin?

Trash

Viele dieser Fragen führen einerseits dazu, dass man seinen Besitz verkleinert und Bewusst mit dem verbleibenden umgeht. Andererseits zwingt es einen auch dazu, über den eigenen Tellerrand zu schauen und zu verstehen, was vor dem eigenen Besitz mit dem Produkt geschehen ist. Und auch was danach damit geschieht.

Der wichtigste Teil bei Zero Waste ist es nicht, einfach die Menge Abfall zu reduzieren. Es ist, sich selbst zu reduzieren und unnötigen Konsum zu vermeiden.

Genau so wie es in den 5-R-Regeln von Zero Waste beschrieben ist. Der erste Punkt ist Refuse, oder Ablehnen auf Deutsch.

Doch nun zurück zu meinem heutigen Erlebnis. Meine Realisation war eben, dass wir zwar die Plastikverpackungen nun recyceln können, aber dies eigentlich genau das Gegenteil von bewusstem Umgang mit diesen Ressourcen bewirkt. Es ist auf eine gewisse Art wieder eine Reinwaschung unseres Gewissens. Wir sollen schliesslich mit einem guten Gewissen konsumieren können.

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